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Warum setzen wir 2026 auf Festivals immer öfter Cable Cam statt Drohne? Weil Drohnenflüge über Menschenmengen in Deutschland verboten sind – und mittlerweile auch tatsächlich geahndet werden.
Warum setzen wir 2026 auf Festivals immer öfter Cable Cam statt Drohne? Weil Drohnenflüge über Menschenmengen in Deutschland verboten sind – und mittlerweile auch tatsächlich geahndet werden. Cable Cam liefert trotzdem die spektakuläre Vogelperspektive, nur eben rechtssicher und ohne Absturzrisiko.
Kurz gesagt: Es war schon immer verboten, ist aber erst jetzt ein echtes Risiko. Nach § 21h LuftVO gilt für Drohnen ein generelles Flugverbot über Menschenansammlungen – ohne Ausnahme, auch nicht für kleine 250-Gramm-Drohnen, die sonst über Einzelpersonen fliegen dürfen. Verstöße können mit Bußgeldern bis 50.000 € geahndet werden, bei einer Gefährdung von Menschen drohen nach § 315 StGB sogar bis zu fünf Jahre Freiheitsstrafe.
Vor zwei, drei Jahren hat das kaum jemanden gejuckt – FPV über der Crowd war Alltag auf Festivals, weil es schlicht nicht kontrolliert wurde. Das hat sich geändert: Die Polizei greift mittlerweile durch, und angesichts der angespannten weltweiten Sicherheitslage ist die Toleranz für unautorisierte Flugobjekte über Menschenmassen generell gesunken. Für Veranstalter heißt das: Wer auf FPV-Aufnahmen über der Crowd setzt, geht ein Risiko ein, das nicht mehr nur theoretisch ist.
Eine Cable Cam ist keine Drohne, sondern ein Kamerawagen, der an einem gespannten Drahtseil entlangfährt – ferngesteuert, ruhig, ohne Rotoren. Weil sie nicht fliegt, unterliegt sie auch nicht dem Flugverbot für Drohnen über Menschenmengen. Damit lässt sich die Kamera sicher und legal über eine Crowd bewegen, ganz ohne Genehmigungs-Poker im Vorfeld.
Sie ist nicht so flexibel wie eine FPV-Drohne – kein freier Flug durch den Raum, keine spontanen Flugbahnen. Dafür kann sie nicht abstürzen. Die Kamera hängt fest am Seil, das beidseitig verankert ist. Kein Rotor, der ausfällt, kein GPS-Drift, keine Kollisionsgefahr mit Publikum oder Bühnenaufbauten. Für Produktionen über Menschenmengen ist das der entscheidende Vorteil.
Dieses Jahr lief die Cable Cam bei uns auf mehreren Festivals mit – unter anderem beim Ikarus Festival, wo wir sie zusammen mit FPV kombiniert haben (mehr dazu im Artikel zum Ikarus Festival 2026). Drei Einsatzfelder haben sich dabei bewährt:
Die Perspektive kommt bei Veranstaltern und Marken durchweg gut an – genau die Aufnahme, die im Recap oder Aftermovie für den "Wow"-Moment sorgt, weil man die Crowd auf eine Art sieht, die man von anderen Kameras nicht bekommt.
Ist eine Cable Cam für jedes Festival geeignet?
Fast immer, solange es zwei stabile Verankerungspunkte gibt – Bühnentürme, Maste oder feste Konstruktionen, aber auch Bäume können als Ankerpunkte dienen. Wir schauen uns die Location vorab an und planen die Strecke passend zum Gelände.
Braucht eine Cable Cam eine Genehmigung?
Nein, im Gegensatz zur Drohne über Menschenmengen ist dafür keine luftfahrtrechtliche Genehmigung nötig. Baurechtlich und mit dem Veranstalter abgestimmt werden muss die Verankerung trotzdem.
Wie lang kann eine Cable Cam-Strecke sein?
Von wenigen Metern bis zu mehreren hundert Metern, je nach Gelände und Verankerungspunkten. Wir legen die Strecke individuell nach Bühnenaufbau und gewünschtem Shot fest.
Kann man Cable Cam auch für Livestreams nutzen?
Ja, das haben wir dieses Jahr mehrfach gemacht. Die Cable Cam läuft dabei als zusätzliche Live-Kamera parallel zu den Bühnenkameras.
Was kostet der Einsatz einer Cable Cam bei einer Produktion?
Kommt auf Streckenlänge, Auf- und Abbauzeit und Produktionsdauer an. Schick uns dein Line-up und Gelände, dann bekommst du ein Angebot.